Pension Zum Kleinen Urlaub, Dorfstraße 39, 17209 Wredenhagen
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Poesie
Betti – Eine Geschichte zum Totensonntag

Liebe Betti, sicher wunderst Du Dich, dass ich heute an Dich denke und an Dich schreibe. Ja, ich wunder mich auch. Ich habe ewig nicht mehr an Dich gedacht. Meine Mutter schickte mir vor ein paar Tagen aus der Regionalzeitung unseres Landkreises ein Foto von einer jungen Frau, der ein Scheck für eine soziale Einrichtung übergeben wurde. Die Unterschrift zu dem Foto sagte mir nichts, aber meine Mutter schrieb ihren eigenen Untertitel: die Tochter von Betti Trapp. Und als ich das Foto das zweite Mal betrachtete, fiel mir die Ähnlichkeit sofort auf: die schmale Gestalt, das blasse Wesen, die Brille. Und spitze Schultern, die von Schüchternheit erzählen. Ja, eindeutig Deine Tochter. Du hast eine Tochter, die erwachsen geworden ist. Du – Betti Trapp. Zu Deiner Beerdigung habe ich das Dorf unserer Kindheit das letzte Mal besucht. Und auf dem Friedhof dieses Dorfes war ich – bis zu dem Tage Deiner Beerdigung – nur ein einziges Mal: als der alte Onkel, der in Eurem Hause gelebt hatte und der immer freundlich, alt und stumm an Eurem Mittagstisch gesessen und in meiner Erinnerung stets Essig in die Linsensuppe gegossen und schlürfend gelöffelt hatte, als dieser Onkel gestorben war. Da standen wir beide […]

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Die Wirtin – Poetisches aus der Pension II

Ein Vormittag in der Pension Die Gäste ziehn von dannen heut, es waren wirklich nette Leut, sie kamen aus der großen Stadt, (die ja auch andre Leute hat…) Nun gingen wieder sie zurück und nehmen mit vom Glück ein Stück. Das Land tat ihnen wirklich wohl, der Kopf ist wieder richtig hohl. (wollt sagen: frei! es fehlt ein Reim, drum muss ich kurz unhöflich sein 😀) Die Wirtin nun den Lappen schwingt, dazu ein kleines Liedchen singt. Dann holt sie aus der Kammer raus den Sauger, der dem Staub Garaus zu machen hat tagaus tagein, es soll ja schließlich reinlich sein, der Wirtin Häuschen auf dem Land „Zum Kleinen Urlaub“ wird’s genannt. Jedoch sie wird sogleich verrücke! Sie kaufte Sauger neu – zwei Stücke! Die waren handlich, ach wie fein, und saugten auch noch – so soll’s sein! Doch kaum sind um nur wenig Wochen da war ein Rad auch schon gebrochen. Mit etwas Kraft – naja, es geht…, das zweite Rad bricht… und es steht der ganze gute neue Sauger! Für alles (außer Staub) nun taugt er. Jetzt schiebt das Ding sich gar nicht mehr auf dem Teppich hin und her! Was tun? Es sinkt der Mute schon! Wo […]

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Die Wirtin – Poetisches aus der Pension

DIE WIRTIN – ein sonntägliches Wilhelm-Busch-Wort-Spiel Die Wirtin hat am Sonntag Ruh, so dachte sie, so denkst auch du. Doch kommt’s meist anders als man denkt, weil eben doch ein andrer lenkt. Beim Frühstück saß man ganz gemütlich im Garten noch und plaudert friedlich, vom Harz, vom Spreewald und der Müritz die Wirtin sagt, sie käm‘ aus Kyritz. Der gute Gast, ganz nebenbei, bemerkt, dass alles bestens sei, nur fiel das Handtuch ihm, oh Bange!, ab von der Wand gleich mit der Stange. Dann macht er sich mit seiner Frau nach Malchow auf (Touristenstau!). Dort will er sehn, wie alles steht, die Brücke auch und wie sie dreht. Und mit dem Bohrer und dem Hammer da bohrt und hämmert ohn Gejammer die Wirtin nun, schmiert zu das Loch, so hängt das Handtuch sonntags doch. Nun merke auf, mein lieber Gast, wenn Du mal ein Problemchen hast, dann sag’s beim Frühstück nett und fein, dann wird es bald behoben sein…  

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Wenn Muttern Wilhelmine Busch reimt…

„Die Ferien nah’n, was soll’n wir tun?“,/ ruft alle Nese lang Frau Huhn. / (Woher sie ihren Namen hat?/ ich weiß nicht, sie kommt aus der Stadt,/ und Mann und Kinder kennen nur/ vom Fernseh’n her Mutter Natur.)

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Theater im Salon

Theateraufführung vom Bauerntheater im Kaminzimmer: „Der Bär“ – ein Einakter von Anton Tschechow.

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